Gehege und Käfig

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Frettchen interessieren sich für alles, was in der Wohnung so herumsteht und verschonen nichts, was sich ausräumen, herunterwerfen oder öffnen lässt. Es ist demnach verständlich, dass ein Frettchen sein eigenes Revier in Form eines großen Käfigs braucht. Leider bieten nur wenige Zoofachhändler geeignete Käfige an. Somit ist man als Frettchenbesitzer auf sein eigenes handwerkliches Geschick angewiesen, um einen artgerechten Käfig zu bauen. Der Käfig sollte die absoluten Mindestmaße pro Tier von 120 x 60 x 60 cm aufweisen, allerdings mehrere Stunden Freilauf täglich vorausgesetzt.
Punktgeschweißter Gehegedraht eignet sich für einen stabilen Frettchenkäfig am besten. Solcher ist in allen größeren Baumärkten zu haben. Dieser Gehegedraht ist feuerverzinkt und somit weitgehend rostfrei, so dass er ohne weiteres auch für Freigehege verwendet werden kann. Die Maschenweite des Drahtgeflechts sollte nach Möglichkeit 16 mm bis 18 mm betragen und der Draht eine Stärke von mindestens 1 mm bis 3 mm haben.Besonders bewährt hat sich ein Käfig, dem ein Vierkantlattengerüst zugrunde liegt. Die Holzlatten müssen etwa 20x45 mm stark sein und werden auf das genannte Mindestmaß, oder besser noch größer, zurechtgesägt und mittels Eisenwinkeln verschraubt. An dieses Gerüst werden nun die zurechtgeschnittenen Drahtelemente mittels eines Tackers oder kleinen Nägeln so befestigt, dass ein ausbruchsicherer Käfig entsteht. Die Tür, mit den Maßen von etwa 40x40 cm, wird ebenfalls aus solchen Holzlatten hergestellt und mit Draht bespannt. Der Boden des Käfigs kann mit einem passenden wasserdichten PVC-Belag oder Fliesen ausgelegt werden, auf denen das Frettchen unbedenklich laufen kann.

Selbstgebauter 3-Etagen-Käfig
Abwechslungsreich eingerichteter Käfig
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Schlafkiste
Der frei lebende Iltis bewohnt Baue, die unter der Erde liegen. Er ist ein Höhlenbewohner, legt seinen Futtervorrat dort an und bringt seine Jungen hier zur Welt.
Das Frettchen benötigt eine Art Höhlenersatz in Form einer Schlafkiste, die man leicht selbst bauen kann. Die Schlafkiste sollte etwa die Maße 35x30x35 cm haben und wird am besten aus Fichtenmassivholz, das eine Stärke von etwa 2,5 cm hat, gefertigt. Die einzelnen Elemente sind fest miteinander zu verschrauben und das Dach mit Scharnieren anzubringen. Soll das Gehege im Freien stehen, müssen alle Holzelemente des Käfigs ausreichend mit einem umweltfreundlichen Lack imprägniert werden. Die Schlafkiste kann auch ein Tischler nach Ihren Maßen bauen. Wichtig ist nur, dass ein Einschlupfloch für das Frettchen ausgesägt wird, welches einen Durchmesser von 7-8 cm haben sollte. Steht der Käfig im Freien, so muss die Schlafkiste zusätzlich mit Styroporplatten isoliert werden. Bewährt hat sich der Einbau eines Windfanges. Man befestigt ein passendes Holzbrett im Inneren der Schlafhütte und lässt 10 cm Spielraum als Durchgang zum eigentlichen Ruheplatz. Als Polstermaterial eignen sich Baumwolltücher sehr gut. Im Winter sollten Sie die Schlafkiste von im Freien gehaltenen Tieren besonders gut auspolstern, damit sich das Frettchen ein wärmendes Nest bauen kann.

Die Schlafkiste dient als Höhlenersatz
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Der richtige Standort des Käfigs
Schon bevor das Frettchen sein neues Zuhause bezieht, sollte der richtige Standort für den Käfig ausgewählt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten hierfür. Einmal, den Käfig in der Wohnung selbst aufzustellen oder ihn im Freien, auf dem Balkon oder im Garten zu plazieren. Vorteilhaft ist es, den Käfig wetterfest zu bauen und ihn dann in einer geschützten Lage im Garten, auf einem überdachten Balkon oder Freisitz aufzustellen. Geeignet ist ein Platz, auf den auch die Sonne scheinen kann, da sich Frettchen gerne in die warme Mittagssonne legen und ein Sonnenbad regelrecht genießen. Steht ein separater, luftiger und heller Raum zur Verfügung, kann das Frettchen auch innerhalb des Hauses gehalten werden. Der Raum, in dem das Frettchen leben soll, muss nach Möglichkeit zugfrei und trocken sein und darf im Sommer nicht heißer als 30 Grad Celsius werden, da das Frettchen sonst einen Hitzschlag erleiden kann.