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Gesetze und Bestimmungen

Deutschland

Einige Vermieter wehren sich gegen die Haltung mit der Argumentation, dass es zu einer starken Geruchsbelästigung der Nachbarn kommt. Das Amtsgericht Augsburg (AZ: 6C5758/94) hat bereits 1995 entschieden, dass Frettchen als "Kleintiere im Sinne des Mietrechts" gelten und damit grundsätzlich nicht verboten werden können. Die Tiere stellten keinerlei Gefahr für andere Mieter dar – obwohl es sich nicht um Nagetiere, sondern um kleine Raubtiere handelt.
Störungen z. B. durch Geruch gelten jedoch als Grund, die Haltung zu untersagen. Insofern kann der Vermieter auch auf die Haltung von "Kleintieren" Einfluss nehmen. Im Tierschutzgesetz wird die Beseitigung der von den Geschlechtsorganen getrennten Drüsen, über die Frettchen bei Stress besondere Gerüche absondern können, verboten und unter Strafe gestellt. Die Entfernung aufgrund einer veterinärmedizinischen Indikation ist natürlich ausgenommen.

Österreich

Uns liegen keinerlei Haltebestimmungen für Frettchen vor.


Schweiz


Iltisse und Frettchen sind gleichgestellt sowie gesetzlich geschützt. Vor der Anschaffung von Frettchen muss beim Kantonalen Veterinäramt eine Bewilligung zur Wildtierhaltung eingeholt werden. Diese wird erst dann erteilt, wenn das Gehege und die artgerechte Haltung der Tiere vom zuständigen Bezirksveterinär geprüft und abgenommen wurde. Eine entsprechende Verordnung regelt die Haltung und die Minimalgröße des Käfigs. Ferner ist eine Tierbestandskontrolle zu führen.

Quelle: frettchennet.de - Foto: (C) frettchenmaggo.de.vu